11 Tipps für lange Autofahrten

Für lange Autofahrten gibt es viele Gründe.

Unabhängig davon, ob Sie in die Ferien fahren oder beruflich unterwegs sind - das Auto ist hierzulande immer noch das beliebteste Transportmittel für längere Reisen. Wir haben die wichtigsten Tipps für lange Autofahrten zusammengestellt, um Sie entspannt ans Ziel bringen.

Autoreisen machen grossen Spass! Man kann Pause machen wo und wann man möchte und hat quasi ein mobiles Zuhause dabei. Bei schlechter Vorbereitung können sich lange Autofahrten jedoch schnell in kleine Horrortrips verwandeln. Mit den folgenden elf Tipps sind Sie gegen Langeweile und schlechte Laune auf langen Autofahrten gewappnet! 

1. Wer fährt mit?

Auch wenn es banal erscheint, fängt die Planung bereits mit dieser Frage an. Je nachdem, ob Sie solo fahren, ein Familienurlaub mit Auto ansteht oder Sie einen Road-Trip mit Freunden planen, gibt es andere Dinge zu beachten. So müssen Sie sich um die Beschäftigung der erwachsenen Mitfahrer weniger Gedanken machen als bei einer Autofahrt mit Kindern. Und die Packliste verändert sich entsprechend, wenn Sie mit Menschen oder mit Hund und Katze unterwegs sind.

2. Das richtige Auto

Unabhängig davon, ob für Sie die Autowahl einer Religionsfrage gleich kommt oder Sie Ihr Auto lediglich als funktionales Transportmittel verstehen – gerade bei langen Autofahrten kommt es auf den passenden fahrbaren Untersatz an. Entspricht das Auto nicht Ihren Bedürfnissen, sind Frust und Rückenschmerzen vorprogrammiert.
Sind Sie regelmässig als Familie mit mindestens vier Insassen unterwegs? Dann lohnt sich die Anschaffung eines entsprechenden Familienautos. Kombis und Vans sind hier die beliebtesten Modelle.
Als Outdoor-Fan mit viel Gepäck sollten Sie vor allem auf das Kofferraumvolumen achtgeben. Hier empfehlen sich Kombis, SUV oder auch ein Bus.
Für alle Reisenden, die oft geschäftlich unterwegs sind, sollte das Auto die richtige Mischung aus Komfort und Sparsamkeit bieten. Dafür eignen sich Mittelklassewagen oder Fahrzeuge mit alternativen Antrieben am besten.

3. Smarte Routenplanung

Nachdem Sie Ihr Ziel festgelegt haben, steht die Routenplanung an. Auch wenn klassische Planung angesichts moderner Navigationsgeräte vielleicht überholt klingt, sollten Sie sich nicht zu sehr auf die elektronischen Helfer verlassen. Gerade auf längeren Autofahrten kann es schnell zu unliebsamen Überraschungen kommen.  Planen Sie Ihre Fahrt nach Möglichkeit so, dass Sie die klassischen Stosszeiten vermeiden. Gerade im Sommerist es ratsam etwas früher am Tag loszufahren, um nicht den Grossteil der Strecke bei hitzigen Temperaturenzurücklegen zu müssen. 
Des Weiteren kann der Blick auf aktuelle Verkehrsmeldungen hilfreich sein, um stauanfällige Strecken von vornherein umfahren zu können.
Für Urlaubsreisen kann es, gerade mit Kindern, sinnvoll sein bereits auf der Fahrt mit den Ferien zu beginnen. Planen Sie Zwischenstopps ein. Von einer Abkühlung im Badesee bis zu kleinen Sightseeing-Touren ist alles möglich, was Spass macht.
Geht die Fahrt ins Ausland, sollten Sie sich vorab mit den vorherrschenden Verkehrsregeln vertraut machen. Neben eventuell anfallenden Maut-Gebühren, stellen die im jeweiligen Land zulässigen Geschwindigkeitsbegrenzungen die wichtigsten Informationen dar, die Sie mit einbeziehen sollten.

4. Die Packliste

Je nach Begleitung, Jahreszeit und Art der Reise variiert die Packliste erheblich. Es gibt jedoch eine Grundausstattung, die lange Autofahrten in jedem Fall angenehmer machen:

Abfallbeutel Schnell sammeln sich im Auto alte Verpackungen und Ähnliches. Mit einem kleinen Beutel bewahren Sie Ihr Auto davor zur fahrbaren Müllhalde zu werden.

Haushaltspapier/Reinigungstücher Unterwegs geht, gerade mit Kindern, schnell mal etwas daneben. Mit einem Tuch macht Ihnen das nix aus.

Kleingeld für Toilette und Einkaufswagen Vor allem in Zeiten von bargeldloser Zahlung bietet es sich an ein bisschen „Notfall-Münz“ dabei zu haben.

Decke(n) Ob für ein spontanes Picknick oder zum Zudecken für Gfrörli, es lohnt sich immer eine Decke dabei zu haben.

Reiseapotheke Damit kleine Wehwehchen Ihnen keinen Strich durch die Rechnung machen, sollten Sie auf längeren Autofahrten immer eine kleine Reiseapotheke dabei haben. Zur Ausstattung gehören  etwas zur Wundversorgung, allgemeine Schmerzmittel, Medikamente gegen Bauchweh, Übelkeit und Durchfall und natürliche Ihre persönlichen Medikamente.

Verbandkasten, Leuchtwesten, Alkoholtester Gerade weil die Schweiz andere Vorschriften hat als die umliegenden EU-Länder, sollten Sie sich vor Fahrten ins Ausland informieren, welches Zubehör Sie im Auto mitführen müssen.

5. Was anziehen auf langen Autofahrten?

Wenn es warm ist, empfehlen sich natürliche, atmungsaktive Materialien, damit Sie nicht zu sehr ins Schwitzen kommen. Um Wassereinlagerungen in den Beinen vorzubeugen, sollten lockere Shirts und gemütliche Hosen als Bekleidung gewählt werden. Um keine Erkältung durch Klimaanlage und Zugluft zu riskieren, kann es durchaus Sinn machen ein Langarmshirt und/oder ein Tuch dabei zu haben. Liegt das Ziel des Autotrips in kälteren Regionen, sollten Sie die passende Outdoorbekleidung griffbereit haben.

Auch für die Schuhe gilt Komfort als höchste Maxime. Sie sollten bei Bedarf schnell aus- oder angezogen werden können. Auch wenn es einem gerade bei höheren Temperaturen gegen den Strich geht, sollten Fahrzeugführer festes Schuhwerk tragen. Bei Flip Flops oder Schlappen besteht die Gefahr, dass sie von den Füssen rutschen und sich in den Pedalen verfangen. Dementsprechend erhöht sich die Unfallgefahr. Auch wenn es nicht offiziell verboten ist, könnte das Schuhwerk im Falle des Falles versicherungstechnisch relevant sein.

6. Vor und im Stau richtig verhalten

Auch die beste Planung kann Sie nicht vor ihm schützen – dem Stau. Dabei ist er oft einfach ein Ergebnis menschlichen Fehlverhaltens. Vermeiden Sie es auf der Autobahn zu dicht aufzufahren und zu schnell zu vorderen Fahrzeugen aufzuschliessen, da dieses Verhalten, neben Unfallstellen, die Hauptquellen für Staus ist.
Sollte sich der Stau nicht vermeiden lassen, signalisieren Sie ihn für den nachfolgenden Verkehr durch eingeschaltete Warnblinker und bleiben Sie gelassen. Denken Sie auch daran eine Rettungsgasse zu bilden. Das heisst, auf der linken Spur am linken Rand und auf der rechten Spur am rechten Rand zu fahren. Bei stillstehendem Stau sollten Sie den Motor abstellen. Auf vermeintlich schnellere Nebenstrassen, die meist auch verstopft sind, sollten Sie nur im Falle von mehrstündigen Vollsperrungen ausweichen.
Auch wenn es manchmal schwer fällt - versuchen Sie den Stau als willkommene Abwechslung zu sehen und machen Sie beispielsweise Lockerungsübungen, um ihre Nacken- und Schulterpartie zu entspannen.

7. Ausgeschlafen mit genügend Pausen

Einfach aber effektiv - starten Sie Ihre Reise ausgeschlafen. Wer sich müde ans Steuer setzt, riskiert ähnliche Beeinträchtigungen wie jemand, der mit 0,5 Promille Alkohol im Blut fährt. Planen Sie zudem genügend Pausen ein. Als Richtwert gilt: nach 200 Kilometern bzw. zwei Stunden Autofahrt sollten Sie 15 Minuten Pause machen. Generell sollten Sie pro Tag nicht mehr als zehn Stunden Fahrzeit zurücklegen. Dauert Ihre Reise länger, sollten Sie eine Übernachtung einplanen. Nutzen Sie die Pausen, um frische Luft zu schnappen und sich die Beine zu vertreten. Auf diese Weise bleiben Körper und Geist länger fit. Die richtige Sitzposition und zusätzliche Dehnungsübungen helfen Ihnen dabei Rückenschmerzen auf langen Autofahrten vorzubeugen.

8. Die richtige Verpflegung

Die richtigen Snacks erleichtern lange Autofahrten erheblich und sorgen für gute Laune. Setzen Sie jedoch nicht (nur) auf Schokoriegel und Chips. Achten Sie stattdessen auf einen ausgewogenen Mix mit Rohkost, Nüssen und leichten Sandwiches. Im Sommer macht der Einsatz einer Kühlbox Sinn, um die Verpflegung zu transportieren.
Nehmen Sie ausreichend Getränke mit – 1,5-2 Liter pro Person. Am besten eignen sich Wasser, Tee und Fruchtsäfte. Stark zuckerhaltige Getränke wie Cola und Energydrinks sorgen zwar für einen kurzen Energieschub, das darauffolgende Leistungstief fällt dafür umso stärker aus.
Für längere Pausen und Verpflegung unterwegs sorgen die vielen Raststätten, die Sie entlang der Autobahn finden. Auch hier sollten Sie sich von allzu fettigen Speisen fernhalten und lieber - falls vorhanden - kräftig beim Salatbuffet zugreifen.

9. Zeitvertreib während der Autofahrt

Besonders für Kinder sollten Sie während der Reise Beschäftigungen parat haben. Das können – je nach Alter – Malbücher, Reisespiele oder die Lieblingsserie auf dem Tablet sein. Klassiker wie zum Beispiel „Ich sehe, was du nicht siehst“, „Ich packe meinen Koffer“ oder Lieder raten sind auch bei Erwachsenen beliebt und benötigen kein Zubehör.  Wenn Sie ohne Kinder unterwegs sind, machen Sie sich die Reisezeit zunutze und lauschen Sie Hörspielen oder Podcasts, die Sie schon lange hören wollten. Apropos …

10. Die Playlist

Sie meinen, die richtige bzw. falsche Musik für lange Autofahrten gibt es nicht?! Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Musik, die einen mittleren Pulsschlag begünstigt, in ruhiger, monotoner Verkehrslage, wie zum Beispiel auf der Autobahn, die Konzentration unterstützt. Das bedeutet: keine komplexen Liedtexte und keine grossen Schwankungen der Lautstärke.
Für alle, die ein bisschen Inspiration brauchen, haben wir eine Playlist für lange Autofahrten zusammengestellt:



11. Endlich da – und nun?

Besonders, wenn Sie an einen neuen (Urlaubs-)Ort fahren, sollten Sie daran denken sich vorher zu erkundigen, wo Sie Ihr Auto nach der Ankunft parkieren können. So können Sie vermeiden, dass sich nach einer gelungenen Fahrt auf den letzten Metern Stress einstellt und sie im schlimmsten Fall eine Busse kassieren.